Vor vielen Jahren hatte ich gerne den Clementine Player benutzt, der wurde jedoch leider 2016 eingestellt und man konnte ihn irgendwann nicht mehr problemlos benutzen. Doch heute habe ich erfahren, dass es einen aktiven Fork davon gibt.

Ich hatte gestern mal wieder nach einem schönen Musik-Player gesucht. Aktuell benutze ich Audacious, doch der gefällt mir nicht sonderlich. Ich fand gestern wieder kurzzeitig zu MPD (Music Player Daemon), doch die Freude währte nur kurz, da die Entwicklung der Clienten dafür ziemlich inaktiv aussieht. So wurde ncmpcpp (fürs Terminal) seit 2021 nicht mehr aktualisiert und z. B. cantata ist so alt, dass es sogar noch die Möglichkeit gibt, die Titelliste von Jamendo herunterzuladen. Und das ist wirklich sehr lange her.

Also fragte ich im Fediverse nach Alternativen. Und Ansgar hatte mir geschrieben, dass es einen Fork von Clementine mit dem Namen Strawberry gibt.

Als ich die Screenshots auf der Projekt-Website gesehen habe, kam die Erinnerung wieder. Die UI sieht heute noch so aus wie 2016 und wirkt dadurch etwas altbacken.1 Aber es sind die Funktionen, die wichtig sind.

Ich mochte damals schon gewisse Funktionen in Amarok 1.4 und die Entwickler von Clementine-Player haben sich da inspirieren lassen.

Hier ein Screenshot vom damaligen Clementine Player aus dem Jahr 2011:

Screenshot des Clementine Players auf Linux von 2011.

Diese Funktionen von Strawberry mag ich besonders…

Und hier zum Vergleich ein Screenshot von Strawberry:

Screenshot von Strawberry auf Linux von 2024.

Smart Playlists

Es gibt smarte Playlisten, die dynamisch befüllt werden und sich immer ändern.

Es gibt die folgenden smarten Playlists:

  • Neuste Tracks (vermutlich im Sinne des Datums der Dateien)
  • 50 zufällige Tracks
  • Bisher abgespielt
  • Noch nie abgespielt
  • Zuletzt abgespielt
  • Meist abgespielt
  • Am besten bewertete Tracks (man kann beim Hören einen Track als Favorit markieren und von 0 bis 5 Sterne in 0,5 Stern-Schritten vergeben)
  • Am schlechtesten bewertete Tracks
  • Alle Tracks
  • Dynamisch zufällige Tracks

Zusätzlich kann man selbst eigene dynamische Playlists erstellen mit verschiedenen Eigenschaften wie Artist, Bewertung, wie oft ein Track abgespielt wurde, Bewertung, usw. usf.

Hinweis
Was mich in diesem Zusammenhang freut: Scheinbar hatte ich irgendwann mal Clementine-Player oder Amarok so eingestellt, dass die Bewertung eines Songs in die Metadaten der Datei eingetragen wird. Denn in meiner aktuellen Musiksammlung haben wenige hundert Tracks eine Bewertung. So kann ich jetzt schon die Vorzüge der “Smart Playlists” nutzen.

Nicht nur Linux

Der Player läuft nicht nur auf Linux, sondern auch auf Windows und Mac OS.


  1. Was aber gar nicht stimmt. Es sieht nur aus wie damals, verwendet aber bereits Qt6 und “reagiert” somit nicht auf die Einstellungen des Themes auf meinem KDE Plasma, das noch Qt5 benutzt. Habe ich hier gelesen. ↩︎